Sonntag, 1. April 2012

Rückblick Atacama Crossing 2012- Part 1 Etappe 1-3


Seit gut zwei Wochen bin ich wieder zurück im frühlingshaften St. Moritz und mein Hirn scheint langsam zu begreifen, welch grossartiges Abenteuer ich in der Atacamawüste erleben durfte. Eine Woche Zeltlager mit guten Freunden und nebenbei noch 250km durch die trockenste Wüste der Welt zu laufen tönt schon ziemlich beeindruckend. Das war ein grandioser Auftakt. Aber wie ist es denn nun wirklich gewesen:
Auf der Fahrt zum Münchener Flughafen tanzten meine Gedanken ständig um die Sorge, irgendetwas ganz extrem wichtiges vergessen zu haben. Und darum, ob bei der Zollkontrolle der Drogenhund an meinen Energieriegeln schnuppern muss und ich mich in einer Gefängniszelle wiederfinde, da es sich bei den WINFORCE-Produkten wirklich um eine Geheimwaffe handelt. Meine Sorgen waren aber zum Glück nur ein Produkt meiner Fantasie...
Auf dem Flug nach Santiago de Chile überkamen mich dann recht unwirkliche Gedanken: „Fliege ich gerade wirklich nach Chile? Werde ich in ein paar Tagen wirklich 250km durch die Wüste rennen? Habe ich an alles gedacht, hätte ich noch mehr trainieren oder regenerieren sollen? Und wie heiss wird es wirklich werden?“ Diese leicht panischen Gedanken wurden dann aber doch schnell gegen Gedanken der absoluten Vorfreude ausgetauscht und ein breites Grinsen meisselte sich in mein Gesicht: „Ja, ich werde wirklich 250km durch die Wüste rennen und ich freue mich drauf!“
Bei der Hotelwahl hatte ich jedenfalls schon mal grosses Glück: In einer kleinen, feinen Lodge mit schönen Zimmern und gemütlichen Betten konnte ich die Reisestrapazen einfach so abschütteln und mich für das Rennen vorbereiten (Terrantai Lodge). Am Samstagmorgen um 08:00 Uhr trafen sich alle 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Briefing durch den Veranstalter Racing the Planet. Samantha und Alina hatten die Gruppe gut im Griff und das weitere „Einchecken“ verlief straff durchorganisiert. Zuerst holte ich meinen „Rennpass“: In dieses kleine Büchlein wurde alles notiert, was man eben so festhalten muss: Gewicht des Rucksackes, Notfallnummern und die Etappenzeiten. Weiter ging es zum Wiegen des Rucksacks. Ich hatte mir aus psychologischem Geschick überlegt, dass ich das Gewicht des Rucksacks lieber nicht wissen wollte. Sollten es mehr als 9kg sein, würde mir das moralisch doch gleich eine Portion Ballast auf die Schultern werfen. Ich kniff also die Augen zu, als der Voluntari meinen Rucksack an den „Fleischerhaken“ ging. Jedoch hätte ich mir besser auch die Ohren zugehalten, denn seine Worte waren nicht gerade aufbauend: „Your backback is too heavy. Have fun with it or lose something.“ Stolze 11kg wog dieses Ding! Sollte ich etwa doch noch ein paar Steine eingepackt haben?!
Der medizinische Check ging dafür recht schnell und problemlos über die Bühne. Schliesslich war ich mir auf diesem Gebiet sicher, dass ich gesund bin. Der Materialcheck trieb mir dann doch ein paar Schweissperlen auf die Stirn, da ich in den Tiefen meines Rucksacks nach diversen Kleinteilen suchen musste und diese nicht auf Anhieb fand. Nach einer Stunde war ich dann aber „abgefertig“ und für das Rennen zugelassen.
In voller Rennmontur fuhren wir mit grossen Bussen gegen Nachmittag in das erste Camp auf knapp 3300m.ü.M.. Schon auf der Fahrt verdunkelte sich der Himmel immer mehr mit dem Resultat, dass kurz nach Zeltbezug ein heftiges Gewitter mit Sturm und Regen (!) über uns hinweg zog. Regen in der trockensten Wüste der Welt? Hatte ich die Katze im Sack gekauft oder irgendetwas nicht gelesen? Nein, tatsächlich zog genau in der Rennwoche eine „Kaltfront“ durch die Wüste, welche abends immer wieder heftige Stürme mit Blitz, Gewitter und Regen brachte.
Durch den Regen kühlte sich die Temperatur auf empfindliche einstellige Werte ab und alle standen bibbernd um das grosse Lagerfeuer oder hatten sich schon längst in ihren Schlafsack verkrochen. Ich hatte zum Glück eine leichte Jacke mit Primaloftfüllung und eine lange Hose dabei, so dass ich die Stimmung zum Sonnenuntergang geniessen konnte. Es bot sich ein faszinierendes Lichtschauspiel aus Schatten, dunklen Wolken und beigem Sand. Das „4deserts Banner“ und die Nationalflaggen flatterten im Wind und ich wusste zu dem Zeitpunkt, dass ich hier etwas ganz spezielles erleben würde.
Die Nacht war lausig kalt und ich freute mich, dass ich zu meinem Schlafsack ein Inley mitgenommen hatte, welches nochmals ca. 5Grad mehr Wärme spendete.
Früh am Morgen gegen 5:15 Uhr erwachte das Camp und die ersten Athleten versammelten sich um das Lagerfeuer. In meinem Zelt raschelten auch die ersten in ihren Schlafsäcken und machten sich zum Aufstehen parat. Da es draussen zu kalt war, nahmen wir im Zelt unser Frühstück ein. Mein Müsli mit Milchpulver schmeckte ganz gut und auch der Instantkaffee tat sein Bestes. Pünktlich um 07:30 Uhr wurden wir von „Course Master“ Alistor  für die erste Etappe instruiert. „Good Morning everyone! It`s a beautiful day in the desert…”.
Und dann war es soweit. Um 07:50 Uhr schulterte ich meinen Rucksack und zog die Strippen fest. Ein Abklatschen mit meinem schweizer Freund Roberto  und dann zur Ziellinie. Dieses Ritual sollte ich über die gesamte Woche beibehalten. Als dann Alistor von 10 runter zählte, hatte ich ein Grinsen wie nie zuvor auf meinem Gesicht. Ich war so aufgeregt, dass es nun endlich losging! Und dann folgte auch schon der Startschuss. Die ersten Kilometer verliefen im flachen, aber steinigen Terrain, als bald dann auch schon die erste sanfte Steigung kam. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ca. 140 der Teilnehmer hinter mir, was sich bis zum Ziel nicht mehr ändern sollte. Mir machte die Höhenluft überhaupt keine Probleme und ich konnte mein Tempo gut halten. Bergab liess ich es dann richtig laufen: ist ja auch meine Spezialdisziplin. Ich stelle mir einfach vor, wie ich den Hahnensee herunterlaufen würde und es klappte hervorragend. In einem langgezogenen, ausgetrockneten Flussbett lief ich mich einer starken Gruppe zusammen und jeder durfte mal den anführenden „Hasen“ spielen. Nach dem zweiten Checkpoint war ich dann plötzlich ganz alleine auf weiter Flur. Höchste Konzentration war nun angesagt, da ich gleichzeitig den Weg finden und aufpassen musste, wo ich hintrat. Die kleinen pinkfarbenen Fähnchen waren echt schwer zu verfolgen, da die Sonne so blendete und ich ständig auf den Boden schauen musste, um nicht über Steine oder kleinere Sanddünen zu stolpern. Und als mich hoffentlich keiner mehr aus der Ferne gesehen hat, blieb ich dann in gewohnter Manier an einer kleinen Düne mit dem Fuss hängen und schlug frontal auf beide Hände und Knie. Ein Lachanfall unterdrückte die Schmerzen und ich lief sogleich weiter. Gut, dass ich das im Training oftmals geübt hatte!
Nach ca. acht einsamen Kilometern über diese leicht ansteigende Sand-Stein-Düne, sah ich in der Ferne vereinzelte Läufer. Meine Motivation war gross, diese einzuholen. Kurz nachdem ich dann ins „Death Valley“ eingebogen war, hatte ich Alex aus meinem Zelt einholt. Der ehemalige US Marines Soldat stach mit grossen Schritten durch den elendig heissen Canyon. Ich war so froh, dass ich diese 10km heisser Hölle mit ihm zusammen walken konnte; andernfalls hätte ich sicherlich hart zu kämpfen gehabt. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, meine Lungen würden kochen, so heiss und windstill war es. Der Checkpoint, wo wir unsere Wasserflaschen auffüllen konnten, kam mir vor wie das Paradies! Danach waren es nur noch 4km bis zum Camp, die mir dann im hügeligen Gelände  wie gefühlte 10km vorkamen. Lautes Getrommel empfing mich bei der Überquerung der Ziellinie und sogleich wurde mir zugerufen: „Anne-Marie, you are the first woman!“ Hä? Wo waren denn die anderen alle?! Mir war es überhaupt nicht bewusst gewesen, dass ich alle anderen abgehängt hatte. Die Zweitplatzierte kam ins Ziel, nachdem ich meinen Proteinshake getrunken und mich im Zelt einquartiert hatte. Ich hatte 16 Minuten Vorsprung herausgerannt. Gute Leistung! Die Zeit bis zum Abend verging recht schnell: Auslaufen (30 Minuten); etwas essen; hier und da einen netten Plausch; Füsse verarzten; Musik hören. Gegen 18:00 Uhr dann ein leckeres Essen und mit Einbruch der Dunkelheit gegen 20:30 Uhr ins Zelt gekrochen. Die Nacht verlief erstaunlich ruhig. Unter meinen Zeltmitbewohnern waren zum Glück keine grossen Schnarchnasen.
Der zweite Tag begann mit dem Unterschied, dass ich beim Morningbriefing nach vorne gerufen wurde, um das gelbe Trikot der führenden Frau entgegenzunehmen! Welch eine Ehre! Ich war überwältigt und ziemlich stolz! Innerlich meldete sich auf einmal ganz stark meine ehrgeizige Stimme und brüllte mich fast an: „Das behältst du bis zum Schluss!!! Gib alles!!“ Angepeitscht von  dieser Stimme begann ich höchst motiviert die zweite Strecke, die mich an verschiedene Trails hier im Engadin erinnerte. Doch anscheinend war ich zu ein Stück zu weit in meine gedankliche Welt gesunken, da ich mein Tempo verlangsamte und mich meine Verfolgerin einholte. Die riesige Sanddüne, die vor mir lang, konnte ich noch geniessen: völlig frei und in einem rasanten Tempo flog ich die Sandmassen nach unten, um dann nach kurzer Zeit wieder die Trippelschritte hinter mir zu hören. Fortan blieb die Australierin an mir kleben. Meine Gedanken kreisten plötzlich nicht mehr um das schöne Engadin, sondern fokussierten sich auf das Tempo. Nach einem langgezogenen Feld mit extrem weichen Boden, folgte eine flache Sandstrasse, die mich enorme mentale Kraft kostete. Gut, dass ich auch das geübt hatte. Ich musste an manch einen zähen Trainingslauf bei Minustemperaturen und Gegenwind denken, bei dem jeder Schritt eine Überwindung war. Die Tatsache, dass meine Verfolgerin mich eingeholte und mit mir über die Ziellinie gerannt ist, brachte ganz neue Gedankengänge in mir hervor. Konnte ich dem Druck, das gelbe Trikot verteidigen zu wollen, standhalten? Und wieso machte ich mir plötzlich so einen Druck? Es war doch gar nicht mein Ziel, das Rennen zu gewinnen. Vielleicht mal eine Etappe gewinnen; aber das ganze Rennen? Diese Gedanken hatte ich mit meiner Mentaltrainerin mal angesprochen, wollte das aber nicht weiter ausarbeiten, da mein klar definiertes Ziel "war, ist und bleibt", alle vier Wüsten in einem Jahr zu durchlaufen. Nun war ich aber in einer völlig anderen Situation und musste umdenken. Nach einer ersten Phase der Mutlosigkeit und Gedanken der Aufgabe, kehrte dann aber mein alter Kampfeswille zurück. Zuvor dachte ich immer, dass ich im Laufsport recht unerfahren sei, da ich noch nicht viele Wettkämpfe absolviert habe. Aber im Grunde bin ich ziemlich erfahren, da ich mein Leben lang eine Wettkampfsportlerin gewesen bin. Und schon tanzten eine Vielzahl von Bildern aus meiner Karriere als Handballerin vor meinem Auge und brachten mein Grinsen zurück. Wenn ich mich in einer Gegenspielerin "festgebissen" hatte, blühte ihr das blaue Wunder. Mit all meinen Kräften hinderte ich sie daran, mich auszutricksen und ein Tor zu machen. Mein Kampfgeist im positiven Sinne war also wieder aktiviert. Ein grosser Anteil an meiner zurückgewonnenen Stärke geht  auch auf meine Zeltmitbewohner (ZMB) zurück, die mich mit grenzenloser positiver Energie versorgten. Ich fokussierte mich also wieder auf mein Motto: "Mein Tempo laufen, meinen Weg verfolgen, dran bleiben und kämpfen, wenn es notwendig werden sollte".
Den Abend genoss ich bei heftigem Wind (=Abkühlung) mit neuer Zuversicht bei einer „Pasta mit Gartengemüse“.  
Beim Morningbriefing erfuhren wir, dass die dritte Etappe die schwerste sei. Ich hörte mit Absicht nicht zu, da ich mir dachte, dass „schwer“ ja doch ziemlich relativ sei. Auf den ersten 5km kam ich mir vor wie bei einer Schneefuchsjagd: Durch hohes Gestrüpp und unwegsamen Gelände erkämpften sich die anführenden Läufer den Weg und hatten grosse Probleme mit der Orientierung: mal ging es nach links, dann im spitzen Winkel wieder nach rechts, sogleich im Haken wieder entgegengesetzt; und wir alle immer hinterher! Dieses Szenario belustigte mich ungemein, so dass ich die ganze Zeit nur lachen musste. Die folgenden 10km ging es über eine flache Sandstrasse, auf der mich meine Verfolgerin attackierte. Mit den Worten von Team Germany im Ohr „Beiss dich fest, Anne!“, sah ich zu, dass ich mich hinter die Australierin klemmte. Ich liess sie hier und da ziehen, da ich mich in meinem Tempo nicht stressen lassen wollte. Als es dann wieder in ein Feld aus matschigem und brüchigem Boden ging, hatte ich sie eingeholt, und wir marschierten fortan wieder auf Augenhöhe. Zudem gesellte sich Mark aus Zimbabwe zu uns und im Dreierteam wühlten wir uns durch Sträucher über Stock und Stein. Beim nächsten Checkpunkt mussten wir eine extra Ration Wasser mitnehmen (1,5Liter), da es ein langes, heisses Teilstück von 12km werden sollte. In der Tat zog sich die Strecke über eine niemals enden wollende Düne bergwärts. In Mark hatte ich einen tollen Gesprächspartner gefunden, so dass die Kilometer eigentlich zügig an mir vorbeiflogen. Und es sollte noch toller werden: das Gelände führte uns immer wieder talwärts über grosse Dünen und auf der anderen Seite wieder bergauf! Ich hatte ziemlich viel Spass an diesem Tag. 5km vor dem Camp mussten wir nochmals in ein kleines, enges Flussbett absteigen, um auf der anderen Seite an einem Steilhang wieder aufzusteigen. Manch einer, der nach uns diese Passage meistern musste, überkam das Gleichgewicht und stürzte in das Flussbett. Die letzten Meter zum Camp ging es nochmals auf einem steilen Anstieg berwärts. Ich überquerte glücklich und zufrieden Hand in Hand mit Mark und Sandy die Ziellinie. Hatte ich also an dem Tag mit ziemlich viel Spass meine Führung verteidigt. Das gab mir grossen Aufwind. Und zeiget mir ganz deutlich, wie wichtig es ist, das eigene Tempo zu laufen und das Ziel immer im Visier zu haben.
Im Camp war es dann ziemlich heiss. Kein einziger Lufzug war zu spüren und alle vegetierten nur so vor sich hin. Mein Kreislauf war ziemlich im Keller und meine grossen Vorräte an Süssigkeiten rührte ich nicht an. Auch das Bündnerfleisch und der Parmesankäse sollten ihren grossen Auftritt noch bekommen. Als gegen Abend endlich der Wind aufkam, wurde es angenehm kühl und man konnte ein wenig das Leben im Camp geniessen. Das Cybertent war zum Beispiel immer gut besucht und ich freute mich immer sehr, wenn ich an der Reihe war, meine E-Mails zu lesen. Mit Tränen der Rührung in den Augen wurde es mir immer ganz warm ums Herz, wenn ich all die Mails las. Vielen lieben Dank mal kurz an Euch alle an dieser Stelle hier. Es hat mir unglaublich viel bedeutet und mich sehr motiviert!
Nach dem Besuch im Cybertent bin ich meistens wieder zurück auf meine Luftmatratze ins Zelt gegangen, welches wir an beiden Seiten geöffnet hatten, damit ein Durchzug entstehen konnte. Es gab immer etwas zu erzählen oder ich hörte einfach nur den Gesprächen zu oder verzog mich mit Musik in den Ohren in meine Entspannung. Stuart und Fred aus London bekamen die meisten Punkte für ihre genialen Posen und von mir daher den Spitznamen „Backstreetboys“. Britischer Humor wie es besser nicht sein könnte. Aber auch Ilhan und Ibrahim hatten immer einen Knaller parat. Die beiden gebürtigen Türken sind Cousins und leben in Wien. Der eine als Deutscher, der andere als Österreicher. Und beide hatten zuerst einen Gemüseladen auf dem Nachmarkt und dann ein Restaurant, dass sie beide immer noch führen. Auf meine Fragen, wie die Etappe für sie gewesen ist, bekam ich meistens eine grimmige Antwort: „Beschissen! Alles tut weh!“, gefolgt von einem Lachen! Zu komisch, die beiden!
Die Nächte waren meist sternenklar und der Mond füllte sich immer mehr. Als ich in dieser Nacht nochmals das ToiToi aufsuchen musste, sah ich eine Sternschnuppe. Was ich mir wünschte, könnt ihr euch denken. Und es ist in Erfüllung gegangen!!

Der Bericht der Etappen 4-6 folgt noch in dieser Woche!







Mein Musiktipp: Bush "Song of winter"

Kommentare:

  1. Nicely written Anne-Marie. Really fun to read the race from your perspective!
    Richard (Blister Man)

    AntwortenLöschen
  2. Great report, Anne-Marie! Kopling forward to the next chapter!

    AntwortenLöschen