Sonntag, 5. Januar 2014

Aus der Versenkung wieder aufgetaucht!

Ich bin wieder da! Und ich weiß, dass ich meinen Blog in den letzten Wochen einfach nicht mehr aktualisiert habe. Aber nach dem Manaslu Trail Race war ich einfach auch mal etwas müde und völlig leer im Kopf. Das Rennen hat mir doch mehr abverlangt, als ich gedacht habe. Die große Höhe, der schlechte Schlaf, die eisige Kälte, der Stress mit meiner Knieverletzung und diverse Kopfschmerzen, Husten und Schnupfen gehen halt einfach nicht so spurlos an mir vorüber. Es ist einfach enorm wichtig, nach so einer intensiven Anstrengung nicht zu früh wieder anzufangen, sondern dem Körper die notwendige Ruhe zu geben, sonst brennt das System aus. Es sind nun knapp sechs Wochen post-race und so langsam fühle ich mich wiederhergestellt. Ich habe ruhige Phasen hinter mir, in denen ich auch mal eine Woche am Stück nichts gemacht habe außer mich verwöhnen zu lassen. Eine Woche ist nicht lang im Vergleich zu den Anstrengungen, aber immerhin! In den vergangenen Wochen war aber auch einfach viel los. So war ich eigentlich fast jede Woche im Ausland (Hamburg, Köln, Hamburg) unterwegs, um in diversen TV oder Radioshows Interviews zu geben. Solche Sendungen machen immer viel Spaß und auch das Reisen ist immer wieder lustig. Hier ein Überblick mit den passenden Links:
NDR DAS! Rote Sofa: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/videos/dasx4205.html
Einslive Radio Talk Plan B: http://www.einslive.de/sendungen/plan_b/talk/podcasts.jsp
NDR Sportclub: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/sportclub/sportclub5601.html

In den vergangenen Wochen habe ich auch mehr auf den Powder,- oder Tourenski gestanden, als dass ich mit den Joggingschuhe Kilometer abgespult habe. Und was soll ich sagen: es ist großartig, einfach mal wieder loszuziehen und sich im Schnee treiben zu lassen. Anfang Dezember war ich in den deutschen Alpen in der Nähe vom Tegernsee und Garmisch unterwegs und war überrascht, welch guten Schnee es dort hatte! Da der Schnee einfach so gut gewesen ist, sind wir immer wieder mit den Fellen raufgelaufen um dann im besten Puder wieder eine neue Line zu ziehen. Obwohl ich relativ müde war und mein Knie immer noch voluminös geschwollen war, packte es mich einfach und wir sind auch dann noch gefahren, als es schon dunkel war. Zum Glück hatten wir Stirnlampen eingepackt! Mit Powderglückgefühlen im Bauch gings dann anschließend auf ein gutes bayrisches Bier. Und das ist genau die Abwechslung, die ich am Wettkampf so liebe. Es nach der Schinderei auch mal gemütlich zu nehmen, nicht zu wissen, was passiert und sich einfach planlos treiben zu lassen.
Zurück im Engadin sah es mit dem Schnee ganz mager aus. Würde es nach den uralten Wetterfröschen aus dem Val Poschiavo gehen, käme der Schnee erst Mitte Januar. Wir waren alle ziemlich nervös und keiner wollte diesen Wetterfröschlis Glauben schenken. Es sah aber alles danach aus, denn Frau Holle glänzte durch pure Abwesenheit. Ich wollte schon meinen Bikini wieder rauskramen und mich zum Stazersee aufmachen, als es dann passierte. Und ausgerechnet ich war nicht da. Am 25.12 beschenkte uns Frau Holle mit über einem Meter Neuschnee. Sie schüttelte so lange ihre Federn, dass das Engadin von der Außenwelt abgeschnitten war. Und ich saß bei meinen Eltern am Weihnachtstisch im T-shirt, weil es frühlingshafte 13 Grad plus hatte. Da viele von diesen Schneemassen überwältigt waren, kam es auch zu tragischen und tödlichen Unfällen durch selbstausgelöste Lawinen.
Die Zeit um Weihnachten verbrachte ich damit, nichts zu tun. Ich hatte absichtlich meine Laufschuhe nicht in meinen Koffer gepackt; ich wollte einfach mal meine Ruhe haben. Und es war auch wirklich gut.
Nachdem ich mich dann mit allerlei guten Speisen gelabt hatte, war es an der Zeit, ins Bergdorf zurück zu kehren. Ich hatte Mühe, meinen Parkplatz vor der Haustür zu finden, da in meiner Abwesenheit Schneeberge rund um mein Haus gewachsen waren! Und schon am nächsten Tag gab es kein Halten mehr. Meine Powderplanke war entzückt und auch ich war voller Vorfreude! Da lebe ich nun schon seit mehr als 10 Jahren in den Bergen und habe schon so viel "Winter" erlebt- aber es ist einfach immer wieder da, dieses Gefühl, wenn es früh morgens auf den Berg geht... und wenn es dann auch noch so viel Neuschnee gegeben hat, dann sind das einfach nur kindliche Glücksgefühle! Mit den Powderjungs ging es dann ab zum Corvatsch in Richtung Furtschellas. Durch den Wald, rauf und runter, rein und raus, drunter und drüber.... Leider dann auf der letzten Fahrt mit einem kurzen Schreckerlebnis, als ich zum ersten Mal meine Lawinenschaufel benutzen musste, um einen Freund auszubuddeln, den es erwischt hatte. Aller Vorsicht zum Trotz löste sich mitten im Wald ein ziemlich großes Schneebrett und riß ihn mit. Vielleicht weil er stehengeblieben war, weil ich ihn durch meine Rufe gewarnt habe. Vielleicht sollte es auch einfach so kommen. Man muss und sollte es situativ sehen. Zum Glück ist nichts passiert. Zum Glück musste ich ihn nicht suchen, sondern nur halb ausbuddeln, da Kopf und ein Arm noch aus der Schneedecke herausschauten. Also an alle meine Empfehlung: immer wieder alles überprüfen und immer wieder über Lawinen sprechen, damit man weiß, was zu tun ist.
Nachdem es dann in den letzten 24 Stunden wieder einen halben Meter Neuschnee gegeben hat, war das Engadin wieder von der Außenwelt abgeschlossen! Heja, was ist das für ein Winter!
Zwischendurch war ich dann auch noch in Südtirol bei meinem Bekleidungssponsor UVU, um für die erste Damenkollektion Model zu stehen! Bei der Consultingagentur EinStein war ich zwei Tage lang die Schaufensterpuppe! Aber Dank eines lustigen Teams war es echt eine spaßige Unterhaltung!
Und was auch immer ganz lustig ist, wenn man im Winter grilliert! Einfach alles auf einen Schlitten oder in den Rucksack packen, Glühwein nicht vergessen, damit es warm bleibt und dann an einer Grillierstelle ein feines Schnitzelchen braten und den Sternschnuppen zuschauen! 
Und nachdem ich nun sechs Wochen pausiert habe, steige ich nun langsam wieder ins Training ein. Aber ganz langsam und locker.
Für 2014 habe ich mir im Moment folgende Wettkämpfe überlegt:
Zugspitzultra im Juni (100km um die Zugspitze)
Bottom Up Europe im Juli  (ca. 700km vom Kaspischen Meer auf den Mount Elbrus) www.bottomupclimbs.org
Jungel Marathon, Trans Gaspesian oder Ultra Asia oder Trans Britain...
Mal schauen, was mir so gefällt!

Meinen Blog werde ich nun wieder regelmäßig schreiben- vielleicht im Moment nur alle zwei Wochen, da ja noch nicht so viel passiert...
Hier noch mein erster Musiktipp für das neue Jahr: Broken Bells "Holding on for life"
http://www.youtube.com/watch?v=uhBewKu80Mg

Skitour am Schliersee!

Trailvertical in St. Michaels, Südtirol

Fitting bei UVU

Neujahrsskitour zur Gemsfreiheit

Pow Pow

Pow Pow Pow!

Pow Pow Pow Pow!!!


My new flatmates!

BBQ am Silsersee

Rock n Roll am Corvatsch




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